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2.2 Erfolgskontrolle
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2.2.1
Einführung
Erfolgskontrolle ist unabdingbar, wenn große Projekte (und solche, die groß werden wollen) gemanaged werden sollen: Nur die Erfolgskontrolle sagt dem Webmaster, welche Unterseiten wie gut besucht werden, woher welche Besucher kamen und wie Besucher, die sich für das Thema A interessieren, in Bezug auf Thema B verhalten.
Einfache Formen der Erfolgskontrolle sind z.B. Counter oder Hitlisten. Die Ansprüche engagierter Webmaster werden diese einfachen Tools jedoch nicht decken. Bevor wir uns besseren Formen der Erfolgskontrolle zuwenden, müssen wir jedoch einige Begriffe aus dem Umfeld der Erfolgskontrolle definieren.
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2.2.2
Grundlagen
Je mehr Hits eine Seite hat, desto besser - möchte man meinen! Oder kommt es nicht doch eher auf die Zahl der PageImpressions an? Um diese Frage beantworten zu können, müssen zunächst die Begriffe erläutert werden:
Hit
Ein Hit im eigentlichen Sinne ist der Abruf einer beliebigen Datei vom Webserver. Also erzeugt auch das Abrufen eines Bildes einen Hit. Genau das macht die Hits zu einer ziemlich unwichtigen Messgröße: Wie erfolgreich eine Seite im Vergleich zu anderen Seiten ist, lässt sich damit überhaupt nicht sagen.
Leider ist der Begriff "Hit" im Laufe der Zeit ziemlich schwammig geworden: Viele Internet-Nutzer und Webmaster verwechseln Hits mit Pageimpressions oder Visits. Daher ist es gerade bei Gesprächen und Online-Diskussionen ratsam, auf den Begriff "Hit" zu verzichten - zu viele Missverständnisse können dadurch entstehen.
Pageimpressions
Oft auch "PageViews" genannt. Gibt an, wie viele HTML-Dokumente von den Surfern abgerufen wurden. Konsequenterweise gehören natürlich auch Script-Aufrufe dazu. Die Pageimpressions sind recht gut geeignet, den Erfolg verschiedener Websites oder auch Unterrubriken einer Website zu vergleichen.
Visits
Gibt an, wie viele Besucher eine Page besucht haben. Gezählt werden hier wirklich nur die Surfer, die eine Seite aufgerufen haben, unabhängig davon, wie viele Seiten jeweils von einem Surfer abgerufen wurden. Beispiel: Eine Seite mit einer interessanten Startseite kann sehr viele Visits und verhältnismäßig wenige Pageimpressions erzeugen. Dagegen kann eine Seite, die alle ihre interessanten Inhalte auf Unterseiten verteilt, im Verhältnis wesentlich mehr Pageimpressions generieren.
Fazit: Der Erfolg einer Seite sollte an Seitenabrufen, also Pageimpressions, gemessen werden. Die Visits sind vor allem dann interessant, wenn es um das Verhältnis zwischen Seitenabrufen und Visits geht. Mehr Details dazu finden Sie weiter unten im Abschnitt "Datenauswertung (inhaltlich)".
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2.2.3
Messmethoden
2.2.3.1 Counter
Der Counter ist eine sehr einfache Möglichkeit, Besucher zu messen: Durch Einblendung einer Counter-Grafik (zeigt meist an, wie viele Besucher schon auf der Seite waren) werden Besucher gezählt. Diese Methode hat einige Nachteile:
- Counter bieten oft nur sehr eingeschränkte Methoden zur Analyse der Daten - oft bekommen Sie nur den Zählerstand und sonst nichts
- Counter sind unprofessionell
- Wie viele Besucher Sie schon auf Ihrer Hauptseite hatten, geht wohl nur Sie etwas an
2.2.3.2 Erweiterte Counter, Hitlisten etc.
| | HitBox ist eine der dienstältesten Hitlisten und bietet detaillierte Statistiken. |
Im Moment ziemlich angesagt: Java-Counter, Hitlisten und ähnliche Formen der Besucherzählung. Die Besucherzählung funktioniert genau wie beim klassischen Counter: Ein Logo oder eine Grafik muss eingeblendet werden. Moderne Counter bieten allerdings mehr als nur einen Zählerstand: Oft lassen sich die Daten z.B. nach Unterseiten oder Tageszeit trennen.
Eine besondere Form des Counters ist die Hitliste: Hier werden Besucher gezählt, oft gute Analysemethoden angeboten und zusätzlich dazu taucht Ihre Seite noch in einer Rangliste, geordnet nach Besucherzahlen, auf. Angeblich soll das zusätzliche Besucher auf die Seite locken, in der Praxis ist das aber unwahrscheinlich.
2.2.3.3 Logfiles
Logfiles sind die beste Datenquelle für die Erfolgskontrolle: Diese Dateien werden automatisch vom Server erzeugt, wenn ein Besucher eine Datei abruft. Gewöhnlich sind darin benutzerspezifische Daten wie IP-Adresse, abgerufene Seite, Datum u. Uhrzeit, Referrer und Browser gespeichert.
Kleiner Nachteil: Logfiles müssen erst analysiert werden. Es gibt hier jedoch Programme, die das gut und schnell erledigen. Wenn Sie also die Möglichkeit haben, auf Ihre Logfiles zuzugreifen (nicht alle Provider erlauben das), nutzen Sie die Chance!
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2.2.4
Logfile-Analyse
2.2.4.1 Datenformat
Die in Logfiles gespeicherten Daten sind recht einfach aufgebaut. Prinzipiell wird in jeder Zeile einer Logfile-Datei genau ein Zugriff gespeichert. Was dann in den einzelnen Zeilen steht, ist je nach verwendetem Format recht unterschiedlich. Hier z.B. eine Beispielzeile aus einem AboutWebDesign-Logfile:
proxy1.netlink.se - - [30/Aug/2001:01:01:31 +0200] "GET /awd/content/976184253_d.shtml HTTP/1.0" 200 1967 "-" "Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 5.5; Windows 98; Win 9x 4.90)"
Was lässt sich dieser Zeile entnehmen? Zunächst einmal der Host-Name oder die IP-Adresse des Computers, von dem der Zugriff kam, in diesem Falle proxy1.netlink.se. Der nächste Teil bezieht sich auf Datum und Uhrzeit des Zugriffs.
Sehr elementar das folgende Element: der Request, der vom Client an den Server geschickt wurde. Hier eine Aufforderung, die Datei /awd/content/976184253_d.shtml unter Verwendung von HTTP 1.0 an den Client zu schicken. Darauf folgt der Statuscode, mit dem der Server auf den Request geantwortet hat, hier 200. 200 steht für eine erfolgreiche Ausführung des Requests, 404 für "Datei nicht gefunden" und 500 für einen internen Fehler. Die dahinter stehende Zahl gibt an, wie viele Bytes denn überhaupt zurückgeschickt wurden.
Wer sich für den Erfolg seiner Promotion-Maßnahmen interessiert, der wird die folgende Angabe besonders interessant finden: Der Referrer - welche HTML-Seite hat der Surfer als letze angesehen? Meist heißt das, dass der Surfer von dort aus einem Link zu Ihrer Homepage gefolgt ist. In unserem Beispiel wurde leider kein Referrer mitgeschickt, daher einfach ein -.
Auch recht interessant: Welche Art von Client hat hier überhaupt zugegriffen? Meist steht hier irgendeine Angabe, die den Browser identifiziert. Hier war es ein Microsoft Internet Explorer 5.5, der auf einem Windows 98-System lief.
Das Datenformat der Logfiles ist also nicht allzu kompliziert - man könnte es sogar manuell auswerten, was aber sicherlich nicht empfehlenswert ist. Daher werden wir weiter unten einige Programme vorstellen, mit denen man Logfiles auswerten kann.
Die Bedeutung der Logfile-Analyse wird oft unterschätzt. Komplette Kunden- und Surferprofile lassen sich damit erstellen, vorausgesetzt, man verfügt über eine Software, die leistungsfähig genug ist.
2.2.4.2 Datenauswertung (technisch)
Es gibt viele Möglichkeiten, Logfiles auszuwerten. Viele Provider bieten eine Online-Analyse an: Ein auf dem Server laufendes Programm analysiert dann den Datenverkehr der Website und gibt die Ergebnisse als HTML-Seite aus. Nachteil: oft sind solche Programme recht umständlich und langsam in der Bedienung. Es ist also besser, sich die Logfiles herunterzuladen und dann lokal mit einem speziellen Programm zu analysieren.
Die Frage ist hier nur: mit welchem Programm? Wer viel Geld für Logfile-Analyse ausgeben will, kann das ohne Probleme tun. Zwei sehr bekannte Programme sind z.B. WebSuxess oder WebTrends. WebSuxess kostet derzeit in der günstigsten Version ca. 150 Euro, Webtrends 699 Dollar. Wer dagegen die funktionsreichsten Versionen bevorzugt, kann auch 2000 Euro respektive 13000 Dollar ausgeben.
Wer am liebsten überhaupt kein Geld ausgeben will, der kann sich vielleicht mit einem der vielen kostenlosen Programme anfreunden. So z.B. die Logfile Analyse von Jan Winkler, die man kostenlos im Internet herunterladen kann.
2.2.4.3 Datenauswertung (inhaltlich)
Nachdem Sie nun einige Möglichkeiten kennen, Logfile-Daten zu analysieren, wollen wir uns nun dem weitaus spannenderen Teil zuwenden: Was ist eigentlich mit den Daten anzufangen, die die verschiedenen Programme liefern? Bitte beachten Sie, dass nicht jedes Programm die gleichen Analysen liefert, wir geben hier also einen allgemeinen Überblickt. Sollte eine bestimmte Statistik in Ihrem Programm nicht vorkommen, dann ist das nicht unbedingt schlimm.
2.2.4.3.1 Hits, Visits, Pageimpressions
Diese Begriffe sind weiter oben schon ausführlich definiert, daher verzichten wir hier auf eine erneute Begriffserklärung.
| | Eine Tagesanalyse als Diagramm | Alle diese Messgrößen eignen sich sowohl für kurzfristige (z.B. über einen Tag) als auch für langfristige Auswertungen. Letztere sind sehr interessant: Wenn es Sie interessiert, ob Ihre Promotion-Kampagnen effizient sind, sehen Sie sich doch einfach einmal die täglichen Besucherzahlen über einen Zeitraum von zwei Monaten an. Idealerweise handelt es sich dabei um ein Diagramm. Steigt die Zahl kontinuierlich an, wissen Sie, dass Sie wohl alles richtig machen. Bei stagnierenden Zahlen müssen Sie dagegen Ihr Promotion-Konzept überdenken, und bei sinkenden Werten sollten Sie sich ernsthafte Sorgen machen - Ihre Besucher sind dann wohl der Meinung, dass sich ein regelmäßiger Besuch der Seite nicht mehr so sehr lohnt wie früher.
Besonders aufmerksam sollten Sie plötzliche Ausschläge der Zahlen nach oben oder unten beobachten: Versuchen Sie auf jeden Fall, den Grund dafür ausfindig zu machen. Ist es z.B. so, dass Ihre Pageimpressions zyklisch schwanken? Wenn ja, sehen Sie sich doch einmal die entsprechenden Wochentage an. Viele Websites verzeichnen z.B. am Wochenende weniger Aufrufe, andere dagegen deutlich mehr.
Weitere Gründe für plötzliche Ausschläge sind z.B. von Ihnen gestartete Aktionen: Wenn der neue Download von den Benutzern mit Begeisterung aufgenommen wird, dann steigen wohl zunächst einmal die Hits. Dasselbe passiert, wenn Sie ein neuen Layout mit wesentlich mehr darin verwendeten Bildern online stellen.
Für Webmaster sehr interessant sind auch mehrschichtige Analysen. Beispiel: Bisher standen alle Ihre News auf einer einzelnen Seite und Sie hatten dort recht viele Besucher. Um mehr Bannereinblendungen zu generieren, stellen Sie nun jede Newsmeldung auf eine eigene Unterseite. Die hier interessante Frage: Funktioniert der Trick? Und wie wird er von den Besuchern aufgenommen? Die Lösung: Eine gleichzeitige Betrachtung der Kurven bzw. Statistiken für Visits und Pageimpressions.
Sofern die Pageimpressions deutlich mehr geworden sind, haben Sie wohl Ihr Primärziel erreicht. Sollte aber gleichzeitig die Zahl der täglichen Visits stark nach unten tendieren, wissen Sie, dass Sie wohl mit der Umstellung einige (oder, je nachdem, auch viele) Stammbesucher vergrault haben. Überlegen Sie in solch einem Fall, wie Sie den "Abtrünnigen" das neue System schmackhaft machen könnten.
Vergessen Sie nie, Ihre Ergebnisse auch zu verifizieren: Ein plötzlicher Anstieg der Hits könnte durchaus etwas mit dem neuen Super-Download zu tun haben, muss es aber nicht. Überprüfen Sie daher in solch einem Fall auch die Detail-Statistiken für die entsprechende Download-Datei.
Sehen Sie sich auch die Analyse der beliebtesten Seiten bzw. der am seltensten besuchten Seiten an - das wird Ihnen helfen, inhaltliche Schwachpunkte ausfindig zu machen.
2.2.4.3.2 Referrer
Der Referrer gibt an, welche Seite ein Besucher vor dem Aufruf der aktuellen besucht hat. Wenn Sie die Logfiles durchsehen, werden Sie feststellen, dass viele Referrer auf die eigene Seite verweisen. Solch ein Effekt entsteht, wenn ein Besucher einem Link innerhalb Ihrer Seite folgt. Der Browser lädt dann die neue Seite und schickt die URL der alten gleichzeitig als Referrer mit.
Der Referrer ist eine der nützlichsten Angaben in Logfiles überhaupt. Mit seiner Hilfe können Sie viel über z.B. die Wirksamkeit von Bannerwerbung herausfinden. Auch sehr interessant: Über den Referrer finden Sie heraus, welche Seiten eigentlich auf Sie linken bzw. wieviele Besucher von dort kommen. Ineffiziente Linktausch-Programme lassen sich so sehr schnell aufspüren.
2.2.4.3.3 Suchmaschinen
Viele Programme machen Angaben zum Oberbegriff der Suchmaschinen. Dabei gibt es verschiedene Teilbereiche mit jeweils verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten.
Der erste Aspekt ist sicherlich die Fragestellung, wie viele Besucher denn überhaupt über Suchmaschinen kommen. Je nach inhaltlicher Ausrichtung Ihrer Seite kann diese Angabe unterschiedlich interpretiert werden. Wenn Sie regelmäßig neue Inhalte und Artikel online stellen, ist wohl ein großer Anteil wiederkehrender Benutzer zu erwarten. Kommen in diesem Falle viele Benutzer über Suchmaschinen, dann steht das für einen niedrigen Anteil selbstständig wiederkehrender Benutzer, was im Endeffekt schlecht wäre.
Untersuchen Sie auch, über welche Suchmaschinen die Surfer zu Ihnen kommen. Fehlt Fireball z.B. völlig, dann ist davon auszugehen, dass Ihre Seite entweder gar nicht im Fireball-Index steht oder unter wirklich unpassenden Schlagworten. Solch einem Zustand sollte abgeholfen werden.
Ebenfalls sehr interessant: Nach welchen Begriffen haben die Surfer gesucht, bevor die Suchmaschine Ihre Seite als Ergebnis ausgegeben hat? Oder, anders formuliert: Über welche Schlagwörter findet man Ihre Page? Wenn diese Schlagwörter das Thema Ihrer Seite nur ankratzen, dann müssen Sie etwas tun - stellen Sie elementare Oberbegriffe mehr in den Vordergrund, z.B. in title-Tags oder Überschriften. Sorgen Sie für zahlreichere Verlinkungen mit thematisch verwandten Seiten. Bis sich hier etwas ändern, können durchaus Monate vergehen.
2.2.4.3.4 Browseranalyse
Die Browseranalyse sagt Ihnen, welche Browser von Ihren Surfern benutzt werden. Aus dieser Statistik können Sie ableiten, welche Browser Sie beim nächsten Layout-Wechsel eventuell vernachlässigen können, ohne direkt Benutzer zu vergraulen. Aber seien Sie gerade hier vorsichtig: Auch 10% ist in diesem Bereich ein durchaus großer Wert.
Weiterhin können Sie hier feststellen, wie aktiv Suchmaschinen auf Ihren Seiten sind. Der Roboter von Google z.B. nennt sich "GoogleBot".
2.2.4.3.5 Navigationspfade
Einige Programme versuchen, aus den Logfiles die von Ihren Besuchern bevorzugten Wege zu rekonstruieren. Absolut sicher ist solch eine Analyse jedoch nicht. Der Wert einer solchen Analyse wird deutlich, wenn es darum geht, Schwachstellen in der Navigation zu entdecken. Ein Link, der auf Seite A sehr häufig angeklickt wird, auf Seite B aber nur selten, gibt Anlass zu der Vermutung, dass die Navigation auf B nicht optimal funktioniert.
2.2.4.3.6 Ein- und Ausstiegsseiten
Die Ein- und Ausstiegsseitenanalyse funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Analyse der Navigationspfade. Einziger Unterschied ist, dass hier nicht nach kompletten Pfaden, sondern nur nach einem Pfadanfang bzw. Pfadende gesucht wird.
Man kann mit Hilfe dieser Angaben nach schlechten Inhalten und mangelhaften Navigationen suchen: Dort, wo die Seite besonders häufig verlassen wird, könnte ein solcher Fall vorliegen.
2.2.4.3.7 Transfer
Der Transfer ist interessant für diejenigen, die für den von ihrer Website erzeugten Traffic selbst zahlen müssen. Im Endeffekt dürfte das auf fast alle Website-Betreiber zutreffen.
Die Transferanalyse wird oft dazu genutzt, die laufenden Traffic zu kontrollieren, so z.B. einmal pro Woche oder sogar jeden Tag. Bedrohlichen Entwicklungen (z.B. plötzliche Verdopplung des tägl. Transfers) lässt sich so rechtzeitig entgegenwirken.
Die Analyse des Transfers kann aber auch, wenn die Daten anschaulich aufbereitet werden, bei der Verminderung des Traffics helfen. Optimal wäre hier eine Anzeige der Dateien, die im Verhältnis zu ihren Aufrufen den meisten Traffic erzeugen. Solche Dateien sollten dann gezielt verkleinert werden.
Denken Sie jedoch daran, dass ein gestiegener Traffic meist etwas Positives ist, in fast allen Fällen deutet er nämlich auf gestiegene Besucherzahlen hin.
2.2.4.3.8 Errors
Viele Programme unterstützen eine Analyse der Serverfehler. Ein Serverfehler ist, grob definiert, alles, was den Server veranlasst, einen Request eines Clients nicht in der gewünschten Art zu beantworten. Mögliche Ursachen sind z.B. dass eine Datei angefordert wird, die es gar nicht gibt, oder dass ein CGI-Script aufgrund eines Fehlers im Code nicht ausgeführt werden kann.
Oft ist es nötig, separate Error-Logs herunterzuladen. Wie Sie im Folgenden sehen, ist das oft lohnenswert.
Sehen Sie sich also die Fehler an, die Sie in Ihren Logs finden. Ein 404-Fehler ("Datei nicht gefunden") ist zwar oft nicht weiter tragisch, dennoch aber ärgerlich. Finden Sie zunächst heraus, welche Datei genau nicht gefunden wurde. Anschließend sollten Sie den Link ausfindig machen, der zu der nicht vorhandenen Datei führt. Der Referrer (event. ist es dafür nötig, eine Log-Datei manuell durchzusehen) gibt hier Aufschluss. Ein nicht definierter Referrer bedeutet oft, dass die URL aus der Bookmark-Sammlung des Surfers stammt. Letzterem Problem können Sie begegnen, indem Sie einfach die bisher nicht existente Datei anlegen und mit einer Weiterleitung auf die Datei versehen, die der Surfer dort wahrscheinlich vermutet.
Enthält der Referrer die Adresse einer anderen Homepage, die auf Sie linkt, dann weisen Sie den anderen Webmaster doch freundlich auf den Fehler hin.
Zeigt der Referrer jedoch auf die eigene Seite, bedeutet dass, das Sie irgendwo einen Link falsch gesetzt haben. Solche Fehler sind gerade für den Surfer ziemlich ärgerlich und sollten so schnell wie möglich beseitigt werden.
2.2.4.3.9 Besuchszeiten
Viele Programme werten auch die Zeitangaben in den Logfiles aus. Die entstehende Statistik ist recht interessant, weil sich daraus z.B. Rückschlüsse auf die primäre Besuchergruppe ziehen lassen. Private Surfer z.B. bevorzugen den Abend, wohingegen Surfer mit geschäftlichem Auftrag eher morgens unterwegs sind. Verzeichnen Sie ungewöhnlich viele Zugriffe mitten in der Nacht, dann können Sie damit rechnen, dass Ihre Site auch bei transatlantischen oder asiatischen Surfern Gefallen findet.
2.2.4.3.10 IP-Nummern
Die Analyse der IP-Nummern bzw. der Domains der Surfer ist recht interessant: Mit etwas Aufwand lässt sich so z.B. sagen, ob T-Online-User einen ungewöhnlich hohen Anteil an Ihren Besuchern haben. Ein ebenfalls sehr beliebtes Gebiet ist die geographische Rückverfolgung: IP-Nummern lassen sich Domains zuordnen, Domains lassen sich Providern zuordnen und von Providern weiß man (oft), aus welchem Land sie kommen. Nicht zuletzt die Top Level Domain gibt hier einen Hinweis.
Genießen Sie eine solche Analyse jedoch mit Vorsicht: Die einzige Aussage ist, aus welchem Land der Provider des Kunden kommt, nicht, aus welchem Land der Kunde selbst kommt. Analog dazu hat auch ein amerikanischer Provider u.U. nicht nur Amerikaner als Kunden..
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2.2.5
Die IVW
Wer auf seiner Seite im großen Maßstab Werbung verkaufen will oder eine Möglichkeit sucht, die eigene Seite objektiv mit anderen zu vergleichen, der wird wohl um die IVW nicht herumkommen. Die IVW ist eine neutrale, unabhängige Organisation, die sich auf die Messung der Reichweite von Werbeträgern spezialisiert hat, und darunter fallen eben auch Webseiten.
Die IVW ist allgemein anerkannt und genießt einen guten Ruf; wer also IVW-Zahlen vorlegen kann, dem ist Glaubwürdigkeit garantiert.
Die IVW-Messmethode ist "geeicht": Man bindet einfach eine kleine Grafik (normalerweise 1x1 Pixel) auf jeder Seite ein, wann immer die Grafik geladen wird, registriert die IVW den Zugriff.
Der Nachteil der ganzen Sache: Eine Mitgliedschaft in der Organisation ist recht teuer. Der Beitrag richtet sich nach der "durchschnittlichen Zahl der monatlichen Visits des vierten Quartals des Vorjahres". Sind das weniger als 25.000, kostet der Spaß nur 1000 DM pro Jahr, für 500.000 Visits dagegen werden z.B. schon 5500 DM fällig.
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2.2.6
User Tracking
Wer noch mehr über seine User wissen will, sie womöglich über mehrere Seitenbesuche hinweg verfolgen will, der muss ein bisschen tiefer in die Trickkiste greifen. User Tracking mit Hilfe von Cookies gehört z.B. dazu.
2.2.6.0.1 Ein Cookie
Was genau ist eigentlich ein Cookie? Schließlich ebben die Gerüchte, mit Hilfe von Cookies könne man gehackt oder von internationalen Geheimdiensten genau im Internet verfolgt werden, ja nicht ab.
| | Inzwischen verfügen die Surfer über detaillierte Methoden, ihre Cookies zu kontrollieren. | Ein Cookie ist, simpel gesagt, eine kleine Textdatei auf der Festplatte, die maximal 4 KB groß sein darf. In ihr sind verschiedene Informationen gespeichert, so z.B. das Erstellungsdatum, die Site, von der das Cookie kam, und natürlich auch der eigentliche Wert des Cookies. Die kleinen Kekse sind ASCII-Text, der sich nicht als Programm ausführen lässt. Die Gefahr, sich über ein Cookie mit einem Wurm oder Virus zu infizieren, besteht also nicht.
Cookies ermöglichen es Site-Betreibern, bestimmte Informationen auf Ihrer Festplatte zu speichern. Jedoch eben nur bis zu einer Maximalgröße von 4 KB, in heutigen Zeiten wohl festplattentechnisch ein zu vernachlässigender Wert. Amazon.de nutzt Cookies beispielsweise, um Kunden zu identifizieren. Die praktische One Click-Technologie wird in ihrer derzeitigen Einfachheit erst durch Cookie-Einsatz ermöglicht.
Definitiv klar ist jedenfalls: Cookies sind eine harmlose Technologie, mit der sich kein Schaden anrichten lässt. Das einzige Problem: Viele Surfer wissen das nicht. Daher ist es wichtig, die Surfer gut über Cookies aufzuklären. Wenn Sie dabei nicht nur erwähnen, dass man mit Cookies nicht spionieren kann, sondern auch eine Erklärung abgeben, dass Sie ohne Einverständnis der Surfer keine persönlichen Daten speichern, dann erhöht das Ihre Glaubwürdigkeit.
2.2.6.0.2 ... im Einsatz
Leistungsfähige Logfile-Analyzer, so z.B. Webtrends Enterprise, können inzwischen auch die mit Hilfe von Cookies gesammelten Informationen auswerten. Wie das im Detail funktioniert, hängt vom verwendeten Programm ab, auf eine Erläuterung wird hier daher verzichtet.
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