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1.1 Das Internet

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Inhaltsverzeichnis "Das Internet"

1.1.1 Einführung
1.1.2 Technische Informationen
1.1.3 IP-Nummern, URLs, Domain-Namen und DNS
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1.1.1 Einführung

Dieses Buch handelt von der Kunst, gute Internet-Seiten zu erstellen. Daher lohnt es sich, ein gewisses Know-how bezüglich der zugrundeliegenden Techniken und Begriffe zu haben: was ist das Internet? Wie ist es entstanden? Welche Organisationen gibt es? Was ist das Domain Name System? Und welche Dienste im Internet gibt es überhaupt?

In diesem Abschnitt wollen wir uns zunächst der ersten Frage widmen: Was ist das Internet? Wer etwas detailliertere Informationen wünscht, der wird in den folgenden Abschnitten fündig.

Was ist es also, das Internet? Ein globaler Verbund diverser Computernetze, die alle über ein Protokoll miteinander kommunizieren: TCP/IP. Innerhalb des Internets gibt es verschiedene Dienste: Das WWW gehört dazu, genauso wie FTP oder IRC. Es ist ein grundlegender Fehler, das World Wide Web mit dem Internet an sich zu verwechseln.

Das Internet ist also die zugrundeliegende Infrastruktur. Inzwischen hat diese Infrastruktur sich über die ganze Welt ausgebreitet. Internet-Zugänge und -Server gibt es in Europa, Asien und Afrika - selbst in Entwicklungsländern ist heutzutage ein Zugang möglich, wenn auch nur eingeschränkt.
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1.1.2 Technische Informationen

Rein technisch funktioniert das Internet folgendermaßen: Kommunikation verläuft, indem Datenpakete ausgetauscht werden. Dabei werden große Dateien oder Datenmengen in viele kleine Dateien aufgeteilt. Übertragen werden diese über die Protokolle TCP und UDP. TCP sorgt dafür, dass Daten grundsätzlich komplett ankommen. UDP dagegen ignoriert Datenverluste, ist daher aber auch schneller. Da TCP die eigentlich entscheidende Rolle spielt - von Ausnahmen wie z.B. Online-Spielen einmal abgesehen - werden wir uns im Folgenden auf dieses Protokoll beschränken.

Jedes Datenpaket enthält gewisse Informationen: entscheidend ist dabei die Angabe, woher es kommt und wohin es weitergeleitet werden soll. Da das Internet ein dezentrales Netzwerk ist, muss ein Datenpaket oft einen verschlungenen Weg durch die Infrastruktur des Netzes nehmen: Pakete werden nicht direkt weitergeleitet, sondern passieren auf ihrem Weg eine Vielzahl anderer Hosts. Vergleichen ließe sich das mit einem Reisenden, der von einer Insel zur anderen reist, um schließlich auf seiner Ziel-Insel anzukommen.

Jeder Internet-Server überprüft also, ob ein ankommendes Datenpaket überhaupt für ihn bestimmt ist. Ist es das nicht, so leitet er es an den nächsten, geeigneten Host weiter. Um hier Umwege möglichst zu vermeiden, verfügen die Hosts über Routing-Tabellen. Dort ist gespeichert, an welchen Host ein Paket am besten weitergeleitet werden sollte.

Problematisch wird es, wenn ein Host z.B. gar nicht existiert - ein Datenpaket würde dann, ohne Ende oder Abschluss, durch das Internet geistern - jeder Server würde feststellen, dass das Paket nicht für ihn bestimmt ist und es daher an den nächsten Host weiterreichen, der sich genauso verhielte.

Man braucht also eine Beschränkung der Weitergaben, also der Sprünge von einem Host zum nächsten. Deshalb ist in jedem Datenpaket eine Zahl gespeichert, die angibt, wie oft das Paket noch weitergereicht werden darf. Bei jeder Weiterleitung eines Pakets wird diese Zahl um 1 reduziert. Ist der Zahl gleich 0, wird das Paket gelöscht.

Eingangs wurde erwähnt, dass TCP keine Datenverluste akzeptiert. Es gibt zwei Aspekte im Protokoll, die das ermöglichen: TCP ist ein verbindungsorientiertes Protokoll, was bedeutet, dass vor jeder Übertragung erst einmal eine Verbindung geöffnet werden muss. Datenpakete enthalten daher auch Daten, die die Verbindung betreffen. Zusätzlich dazu sind die Pakete nummeriert - kommt eines nicht beim Empfänger an, so kann er es erneut anfordern.

Sender um Empfänger sind im Datenpaket als IP-Nummer gespeichert. Auch ein Port gehört dazu. Aber wie schafft der Browser es, die URL http://www.AboutWebDesign.de in eine IP-Nummer samt Port umzuwandeln?
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1.1.3 IP-Nummern, URLs, Domain-Namen und DNS

Jeder Internet-Server wird zunächst mit Hilfe einer IP-Nummer eindeutig identifiziert. Im Moment gilt die Version 4 des IP-Standards, was bedeutet, dass die IP-Nummer aus 4 Bytes bzw. Zahlen (also Werte von 0 bis 255) besteht: z.B. 192.67.198.55.

Der verfügbare IP-Adressraum ist dabei in verschiedene Bereiche unterteilt: Die Class A-, B-, C- und D-Netzwerke. Class A-Netzwerke können mehr als 16 Millionen Hosts enthalten, Class B-Netzwerke ca. 65000 und Class D-Netzwerke nur 256. Wieso das? Class A-Netzwerke sind z.B. für sehr große Firmen oder Internet-Provider geeignet. Das heißt, dass eine Firma den gesamten Adressraum reservieren kann, der mit einer 1 beginnt, also 1.x.x.x.

Problematisch daran ist nur, dass es nach diesem Modell nicht unendlich viele IP-Adressen geben kann. Inzwischen ist das ziemlich konkret geworden - extrem viele IP-Adressen sind schon vergeben. Daher wird in den nächsten Jahren ein neuer Standard eingeführt: IPv6. Damit sollten solche Probleme endgültig - und zwar wirklich endgültig - der Vergangenheit angehören.

Was zur Adressierung noch fehlt, ist die Port-Nummer. Die Port-Nummer definiert, welcher Dienst auf einem Server angesprochen wird. Für das WWW (bzw. das zugehörige Protokoll HTTP) steht z.B. die Nummer 80. Alle Pakete mit Portnummer 80 werden also an den HTTP-Server weitergeleitet, der auf genau diesem Port "lauscht". Genauso "lauscht" der Browser des Surfers auf einem bestimmten Port, an den die Antwort vom Server geschickt wird.

Es bleibt die Frage, wie denn nun eine URL (= eindeutige Adresse) in eine IP-Adresse samt Port-Nummer umgewandelt werden kann.

Die URL besteht aus verschiedenen Teilen: Protokoll, Servername und Domain-Name. Erläutern werden wir dies am Beispiel http://www.aboutwebdesign.de. http:// ist das Protokoll, bedeutet also "Port 80". www ist der Name des Servers - nahezu alle WWW-Server heißen auch "www". Es folgt ein Punkt, dann der Domain-Name aboutwebdesign.de. Der Domain-Name selbst wiederum enthält die Top-Level-Domain de.

Viele Menschen haben Probleme mit der Unterscheidung zwischen Server-Name und Domain-Name. Zugegeben, die Terminologie ist durchaus verwirrend: Oft meint man mit Server-Name die ganze URL. Verbildlichen lässt der Unterschied sich folgendermaßen: Der Domain-Name adressiert den Teich, der Server-Name den einzelnen Fisch im Teich. Soll heißen: die Domain steht im Grunde für eine Art Netzwerk, der Server-Name für einen einzelnen Computer innerhalb des Netzwerks.

Soll nun eine URL aufgelöst werden, wird zunächst der Port festgestellt. Danach folgt die Top-Level-Domain: de steht für Deutschland, die Daten stammen also vom deutschen Domain Name Server. Der Domain Name Server ist ein spezieller Computer, der eine Adresse wie www.aboutwebdesign.de in eine IP auflösen kann.

Das Domain Name System, also der Verbund aller Domain Name Server, kann baumartig visualisiert werden: der Root-Server in den USA verzweigt zu den deutschen Servern, die wiederum zu den einzelnen Name Servern der Provider verzweigen.

Nach der Anfrage ans DNS steht also die IP samt Port-Nummer fest und die Anfrage kann gestartet werden.
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