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5.4 Frames

URL: http://www.webdesign-referenz.de/designpraxis_frames.html

Inhaltsverzeichnis "Frames"
5.4.1 Einführung
5.4.2 Frames in HTML
5.4.2.1 Beispiel
5.4.2.2 Weitere Parameter
5.4.2.3 NOFRAMES
5.4.2.4 Link-Problematik
5.4.3 Anwendungsgebiete
5.4.3.1 Frames als Designobjekt
5.4.3.2 Meta-Seiten
5.4.3.3 Ladezeit verringern
5.4.3.4 "Coole" Designs
5.4.3.5 Web-Applikationen
5.4.3.6 Eigene Entwürfe
5.4.4 Pro und Contra Frames


5.4.1 Einführung

Frames werden eingesetzt, wenn mehrere HTML-Dokumente gleichzeitig in einem Browser-Fenster dargestellt werden. Der User sieht das nicht zwangsläufig auf den ersten Blick.

Frames sind Segen und Plage zugleich: sinnvoll eingesetzt, können sie die Qualität einer Website deutlich erhöhen. Leider jedoch setzen viele Hobby-Webdesigner Frames an jeder möglichen Stelle ein - das ist besonders nicht sinnvoll. Es kommt also darauf an, die Vor- und Nachteile von Frames zu kennen, um sie sinnvoll einsetzen zu können. Nach oben

5.4.2 Frames in HTML

Wer Framesets nicht manuell definieren möchte, kann beispielsweise auf HomeSites Assistent für Frames zurückgreifen.
Frame-Definitionen in HTML verlaufen nach einem simplen Schema: der zur Verfügung stehende Bildschirmplatz wird in verschiedene Abschnitte (entweder senkrecht oder waagerecht) aufgeteilt. Die sich daraus ergebenden Bildschirm-Teile können ihrerseits wieder nach den gleichen Regeln aufgeteilt werden.

5.4.2.1 Beispiel

Folgender Code zeigt ein simples Frameset:


            <frameset cols="23%,*" framespacing="0" frameborder="0">
             <frame src="navigation.htm" name="navigation" id="navigation" frameborder="0" scrolling="Auto" marginwidth="10" marginheight="10">
             <frameset rows="37%,*">
             <frame name="logo-bereich" src="logo.htm" marginwidth="10" marginheight="10" scrolling="auto" frameborder="0">
             <frame name="hauptbereich" src="haupt.htm" marginwidth="10" marginheight="10" scrolling="auto" frameborder="0">
             </frameset>
            </frameset>        
        

     


Jede "Unterteilung" wird also mit dem frameset-Tag eingeleitet. Als Attribut dieses Tags wird definiert, wie genau unterteilt wird. Hier sind sowohl absolute als auch prozentuale Angaben zulässig. Auch die Dicke des Rahmens und der Abstand zwischen verschiedenen Frames werden hier festgelegt.

Um die einzelnen Teilbereiche mit Inhalt zu füllen, wird das frame-Tag eingesetzt. Als Attribute können der Name (name), eine Datei zur Anzeige in dem Frameset (src), Abstände (marginheight, marginwidth), Aussehen der Scrollbalken (scrolling) und Rahmen (border) zugewiesen werden.

Folgt nach einem frame-Tag direkt wieder ein frameset-Tag, wird davon ausgegangen, dass das framset-Tag das vorhergehende frame-Tag weiter unterteilen soll.

5.4.2.2 Weitere Parameter

Wer nicht zulassen will, dass die Surfer die Frame-Größen ändern können, setzt noresize:

<frame src="logo.htm" name="logo-bereich" noresize>

     


Weiterhin wird das Aussehen des endgültigen Framesets von den HTML-Dokumenten bestimmt, die in den Frames dargestellt werden. Wer beispielsweise nahtlos aneinandergesetzte Grafiken will, sollte alle Abstands-Attribute der body-Tags auf 0 setzen:

<body leftmargin="0" topmargin="0" marginheight="0" marginwidth="0">

     


Funktionieren kann das natürlich nur, wenn gleichzeitig auch die Abstände in der Frameset-Definitionsdatei auf 0 gesetzt wurden.

5.4.2.3 NOFRAMES

Benutzer von Browsern, die keine Frames unterstützen, sollten nicht vergrault werden, und schon gar nicht ohne eine kleine Meldung, wieso.

Daher wurde das NOFRAMES-Tag definiert: alles, was in einem NOFRAMES-Bereich steht, wird nur von Browsern angezeigt, die keine Frames verwenden. Es ist unhöflich, dieses Tag nicht zu verwenden. Zudem würden Sie Suchmaschinen-Robots verschrecken, wenn Sie es nicht täten: die nämlich unterstützen normalerweise auch keine Frames und stürzen sich daher auf den NOFRAMES-Bereich.

Achten Sie auch darauf, hier einen sinnvollen Text zu verwenden. Um beispielsweise auf die Suchmaschinen zurückzukommen: der Wert einer "Die Seite benötigt Frames, um angezeigt zu werden"-Meldung in der Suchmaschinen-Datenbank ist null. Verwenden Sie stattdessen einen Text, der einige Ihrer Haupt-Keywords enthält und Ihre Seite beschreibt. Beispiel: "Leider können Sie unsere Seite über Comics nicht nutzen. Sie würden dafür Frames benötigen. Auf unseren Seiten geht es um Donald und Dagobert Duck, Spiderman...."

5.4.2.4 Link-Problematik

Wer Frames verwendet, muss seine Links entsprechend anpassen: Das target-Attribut muss verwendet werden, um den Frame anzugeben, in dem sich der Link öffnen soll. Folgendes Beispiel zeigt einen Link, der sich im Frame hauptbereich

     
öffnet. Der Frame-Name wird in der Frameset-Definitionsdatei festgelegt.

<a href="datei.html" target="hauptbereich">Link</a>

     
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5.4.3 Anwendungsgebiete

Dieses Beispiel zeigt den Einsatz von Frames für eine Navigationsleiste.
Nachdem wir uns mit der Erstellung von Framesets beschäftigt haben, wenden wir uns einem spannenderen Thema zu: den Anwendungsgebieten von Frames. Wann sind Frames überhaupt sinnvoll? Wer daran denkt, Frames einzusetzen, sollte zusätzlich den letzten Abschnitt des Kapitels lesen: dort gehen wir näher auf die Pro-und-Contra-Frames-Diskussion ein.

Ein sinnvolles Anwendungsgebiet für Frames muss vor allem ein Kriterium erfüllen: die durch den Einsatz von Frames entstehenden Nachteile für den User müssen durch die angewandte Frames-Technologie mindestens aufgewogen werden. Um welche Nachteile es sich genau handelt, erfahren Sie wiederum im letzten Abschnitt dieses Kapitels.

5.4.3.1 Frames als Designobjekt

Wer seinen Usern etwas wirklich Außergewöhnliches liefern will, kann Frames als Designobjekte verwenden. Mit ihnen lassen sich überraschende Effekte realisieren, die es so im Web fast nirgendwo sonst gibt. Solche Designs sollten nur wohlüberlegt verwendet werden: Internet-Neulinge überfordern Sie damit schnell. Wenn Sie jedoch eine Site für Webdesigner planen, darf es ruhig etwas komplizierter sein.

5.4.3.2 Meta-Seiten

Frames sind fast unabdingbar, wenn es darum geht, bestimmte andere HTML-Seiten zu kommentieren. Ein Frame enthält dann den Kommentar, der andere die besprochene Site. Ein Beispiel sehen Sie in unserem Kapitel zu Webrides. Achten Sie jedoch darauf, keinesfalls den Anschein zu erwecken, fremde Seiten wären Teil Ihres Internet-Auftritts. Das ist unhöflich und nicht legal.

5.4.3.3 Ladezeit verringern

Normalerweise würden wir den Einsatz von Frames für einfache Navigationsleisten nicht empfehlen. Es gibt jedoch Spezialfälle, so z.B. die Foto-Sammlung. Wenn eine herkömmliche Navigation verwendet wird, muss der Surfer, der gerade ein Bild betrachtet, erst zu einer Übersichtsseite zurückspringen, um ein neues Bild öffnen zu können. Nun wäre es ohne Probleme möglich, die Übersicht über die Bilder in einen eigenen Frame zu legen, was dem Surfer Mühe und vor allem Ladezeit erspart.

5.4.3.4 "Coole" Designs

Bestimmte Design-Entwürfe setzen Frames zwingend voraus. Beispiel: es soll ein "Bildschirm im Bildschirm" gezeigt werden, z.B. ein Handy, auf dessen Display scrollbare Texte zu lesen sein sollen. Um zu verhindern, dass das Handy monumentale Ausmaße annimmt, muss man für den Bildschirm einen Frame verwenden.

5.4.3.5 Web-Applikationen

Frames eignen sich wunderbar für JavaScript-Applikationen. Ein Programmierer, der Informationen ausgeben will, bekommt so Zugriff auf mehrere Projektionsflächen. Wenn die Applikation gut entworfen ist, werden auch durchschnittliche Benutzer damit zurechtkommen.

5.4.3.6 Eigene Entwürfe

Die obere Liste ist nur als Liste von Beispielen zu verstehen, hat also keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Solange Sie sich an das oben genannte Kriterium zum Einsatz von Frames halten, können Sie Frames selbstverständlich überall einsetzen. Nach oben

5.4.4 Pro und Contra Frames

Obwohl der Einsatz von Frames in vielen Fällen vorteilhaft ist, ergeben sich dadurch doch einige Nachteile:


Inwiefern diese kleine Liste auf Sie anwendbar ist, müssen Sie beurteilen. Einige der hier als nachteilig dargestellten Auswirkungen können Sie natürlich auch bewusst einsetzen - vielleicht wollen Sie ja gar nicht, dass jemand Ihre Unterseiten linkt. Nach oben